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ESG in der Internen Revision: Warum Nachhaltigkeit nur einen Teil der Geschichte erzählt

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15. Juli 2026
Beate Zuchantke
Fachwissen
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ESG gehört zu den Begriffen, die in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen haben. Nachhaltigkeitsberichterstattung, Lieferkettensorgfalt oder neue regulatorische Anforderungen sorgen dafür, dass sich Unternehmen intensiv mit dem Thema beschäftigen. Gleichzeitig taucht ESG zunehmend auch im Umfeld der Internen Revision auf.

Für viele Revisorinnen und Revisoren stellt sich dabei zunächst eine naheliegende Frage: Warum eigentlich?

Reichen neue gesetzliche Anforderungen bereits aus, um zu erklären, weshalb ESG heute auch für die Interne Revision relevant ist? Oder steckt hinter dieser Entwicklung mehr als ein weiteres regulatorisches Thema? 

Ein genauerer Blick zeigt, dass die Antwort weniger offensichtlich ist, als sie zunächst erscheint.

Warum beschäftigt ESG derzeit so viele Unternehmen?

Wer sich heute mit Unternehmenssteuerung beschäftigt, begegnet dem Begriff ESG an vielen Stellen. Neue Berichtspflichten, Anforderungen an Lieferketten oder Erwartungen von Investoren und anderen Stakeholdern haben dazu geführt, dass Nachhaltigkeit in vielen Unternehmen nicht länger als freiwilliges Engagement verstanden wird. Vielmehr entwickelt sie sich zunehmend zu einem Bestandteil unternehmerischer Entscheidungen.

Damit wächst auch die Zahl der Themen, mit denen sich Unternehmen organisatorisch auseinandersetzen müssen. Verantwortlichkeiten werden neu verteilt, Prozesse angepasst und Informationen systematischer erfasst. ESG bleibt damit nicht auf Nachhaltigkeitsabteilungen beschränkt, sondern wirkt zunehmend in unterschiedliche Unternehmensbereiche hinein.

Vor diesem Hintergrund stellt sich auch für die Interne Revision eine naheliegende Frage: Welche Bedeutung wird ESG künftig für ihre Arbeit haben?

Warum die neuen regulatorischen Anforderungen allein die Entwicklung nicht erklären?

Neue gesetzliche Anforderungen haben zweifellos dazu beigetragen, ESG auf die Agenda vieler Unternehmen zu setzen. Ohne Berichtspflichten, neue Sorgfaltspflichten oder steigende Erwartungen von Investoren und anderen Stakeholdern hätte das Thema vermutlich nicht die heutige Aufmerksamkeit erhalten.

Dennoch beantwortet Regulatorik nur einen Teil der Frage. Sie erklärt, warum Unternehmen handeln müssen. Sie erklärt aber noch nicht, warum sich daraus Fragestellungen für die Interne Revision ergeben.

Denn nicht jede neue gesetzliche Anforderung wird automatisch zu einem Thema der Internen Revision.

Erst wenn Unternehmen auf neue Anforderungen reagieren, Verantwortung neu organisieren oder Prozesse und Kontrollen anpassen müssen, entsteht ein Arbeitsfeld, das auch für die Interne Revision relevant wird.

Wann wird ESG überhaupt zu einem Thema der Internen Revision?

Die Interne Revision prüft nicht, ob ESG-Ziele richtig oder falsch sind. Sie bewertet auch nicht, welche Nachhaltigkeitsstrategie ein Unternehmen verfolgen sollte. Ihr Auftrag beginnt an einer anderen Stelle.

Sobald Unternehmen auf neue Anforderungen reagieren, entstehen neue Verantwortlichkeiten, Prozesse und Kontrollmechanismen. Informationen müssen verlässlich erhoben werden, Zuständigkeiten eindeutig geregelt und Risiken angemessen gesteuert werden. Genau diese Veränderungen gehören seit jeher zum Blickfeld der Internen Revision.

ESG wird damit nicht deshalb zu einem Revisionsthema, weil Nachhaltigkeit an Bedeutung gewinnt. Relevant wird das Thema dort, wo Unternehmen ihre Organisation, ihre Steuerungs- und Kontrollprozesse weiterentwickeln. Die Interne Revision begleitet diese Veränderungen mit ihrer unabhängigen und objektiven Perspektive. 

Genau darin liegt der Grund, weshalb ESG heute weit mehr ist als ein weiteres Nachhaltigkeitsthema. Es macht sichtbar, wie neue Anforderungen die Unternehmenssteuerung verändern – und warum sich daraus neue Fragestellungen für die Interne Revision ergeben.

Was ESG über die Interne Revision verrät

ESG wird damit weit mehr als ein weiteres Nachhaltigkeitsthema. Es macht sichtbar, wie neue Anforderungen die Unternehmenssteuerung verändern – und warum sich daraus neue Fragestellungen für die Interne Revision ergeben. Wer ESG aus dieser Perspektive betrachtet, erkennt schnell, dass sich hinter dem Begriff weit mehr verbirgt als neue Berichtspflichten oder regulatorische Anforderungen.

Genau dieser Fragestellung widmet sich unser Whitepaper „Was ESG über die Interne Revision verrät“. Es ordnet die aktuellen Entwicklungen ein und zeigt, warum ESG vor allem eines sichtbar macht: Die Aufgaben der Internen Revision verändern sich nicht grundsätzlich – wohl aber die Themen, an denen sich ihr Auftrag künftig bewähren muss.

Häufige Fragen zu ESG in der Internen Revision

1. Was bedeutet ESG im Zusammenhang mit der Internen Revision?

ESG steht für Environmental, Social and Governance und beschreibt Anforderungen an Unternehmen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Für die Interne Revision geht es dabei weniger um Nachhaltigkeit selbst als um die Frage, wie Unternehmen diese Anforderungen organisatorisch umsetzen und steuern.

 

2. Warum wird ESG für Unternehmen immer wichtiger?

ESG gewinnt an Bedeutung, weil gesetzliche Anforderungen, Erwartungen von Investoren, Kundinnen und Kunden sowie weitere Stakeholder Unternehmen zunehmend dazu verpflichten, Nachhaltigkeit transparent zu berücksichtigen. Dadurch wird ESG zu einem festen Bestandteil der Unternehmenssteuerung.

 

3. Welche Rolle spielt die Interne Revision bei ESG?

Die Interne Revision bewertet nicht die Nachhaltigkeitsstrategie eines Unternehmens. Sie prüft vielmehr, ob Prozesse, Kontrollen, Governance-Strukturen und das Risikomanagement geeignet sind, ESG-Anforderungen angemessen umzusetzen.

 

4. Muss die Interne Revision Nachhaltigkeit prüfen?

Nicht die Nachhaltigkeit selbst steht im Mittelpunkt der Prüfung. Die Aufgabe der Internen Revision besteht darin zu beurteilen, wie zuverlässig ESG-bezogene Prozesse funktionieren, ob Verantwortlichkeiten klar geregelt sind und ob Risiken angemessen gesteuert werden.

 

5. Welche ESG-Risiken sind für Unternehmen besonders relevant?

Zu den wesentlichen ESG-Risiken gehören unter anderem Klimarisiken, Lieferkettenrisiken, Menschenrechtsfragen, Reputationsrisiken sowie Risiken aus der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Welche Themen relevant sind, hängt jedoch immer vom jeweiligen Unternehmen und seinem Geschäftsmodell ab.

 

6. Welche Auswirkungen haben CSRD und ESRS auf die Interne Revision?

Die CSRD und die European Sustainability Reporting Standards (ESRS) erhöhen die Anforderungen an die Qualität und Nachvollziehbarkeit von Nachhaltigkeitsinformationen. Dadurch gewinnen interne Prozesse, Kontrollen und Governance-Strukturen an Bedeutung – und damit auch Fragestellungen für die Interne Revision.

 

7. Welche Bedeutung hat ESG für das Risikomanagement?

ESG erweitert den Blick auf unternehmerische Risiken. Neben klassischen finanziellen Risiken rücken beispielsweise Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte stärker in den Fokus. Das Risikomanagement muss diese Entwicklungen angemessen berücksichtigen.

 

8. Welche Rolle spielen Governance und interne Kontrollen bei ESG?

Eine wirksame ESG-Steuerung setzt klare Verantwortlichkeiten, verlässliche Prozesse und funktionierende interne Kontrollen voraus. Governance bildet den organisatorischen Rahmen, innerhalb dessen ESG-Anforderungen umgesetzt und überwacht werden können.

 

9. Wie können sich Revisorinnen und Revisoren auf ESG vorbereiten?

Ein grundlegendes Verständnis der regulatorischen Entwicklungen ist wichtig. Ebenso entscheidend ist jedoch, die Auswirkungen von ESG auf Governance, Risikomanagement und interne Kontrollsysteme einordnen zu können. Fachliche Weiterbildung kann dabei helfen, diese Zusammenhänge besser zu verstehen.

 

10. Wo finde ich weiterführende Informationen zu ESG in der Internen Revision?

Wer die Zusammenhänge zwischen ESG, Governance und der Internen Revision vertiefen möchte, findet im Whitepaper „Was ESG über die Interne Revision verrät“ eine ausführliche Einordnung der aktuellen Entwicklungen sowie weiterführende Denkanstöße für die Revisionspraxis.

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Was ESG über die Interne Revision verrät 

Entdecken Sie, warum ESG weit mehr als ein Nachhaltigkeitsthema ist und welche Impulse sich daraus für die Interne Revision ergeben.

Beate Zuchantke
Über die Autorin

Beate Zuchantke

Ich bin Content Managerin bei der HAUB + PARTNER GmbH und bereits seit vielen Jahren Teamleiterin Grafik. Ich freue mich, Sie mit aktuellen Themen, Trends und Innovationen rund um das Thema Interne Revision zu informieren.

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