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Die Datenanalyse in der Revision gewinnt mit der Kölner Phonetik und Power Query eine neue Qualität: sprachliche Varianten werden vergleichbar, Dubletten sichtbar, Auswertungen stabil.
Datenanalysen in der Revision werden zunehmend komplexer. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Nachvollziehbarkeit, Transparenz und methodische Sorgfalt. Besonders bei unstrukturierten Textdaten wie Namen oder Bezeichnungen stößt man schnell an Grenzen: Schreibvarianten, Umlaute, Sonderzeichen und abweichende Formate erschweren die Vergleichbarkeit. Genau hier setzt Power Query an: Als Teil von Microsoft Excel und Power BI bietet es Revisorinnen und Revisoren ein mächtiges Werkzeug zur datenbasierten Vorbereitung und Strukturierung. Ein konkretes Anwendungsbeispiel ist die Kölner Phonetik. Sie hilft dabei, sprachliche Varianten zu vereinheitlichen und in eine phonetisch vergleichbare Form zu bringen – ideal für die Datenanalyse in der Revision. Doch wie lässt sich ein solches Verfahren methodisch sauber und nachvollziehbar in Power Query umsetzen?
Darüber sprechen wir mit dem Experten Hans-Willi Jackmuth, der sich intensiv mit der praxisnahen Implementierung der Kölner Phonetik im Kontext von Revisions- und Analyseszenarien beschäftigt hat.
Tipp: Im Seminar Data Analytics in der Internen Revision erfahren Sie praxisnah, wie Sie Werkzeuge wie Power Query gezielt für Ihre Revisionsarbeit einsetzen – inklusive vertiefter Anwendungsbeispiele zur Kölner Phonetik.

Weil es um Vergleichbarkeit geht. In der Revision haben wir es oft mit Daten zu tun, die zwar inhaltlich identisch sind, aber unterschiedlich geschrieben wurden. Namen sind das klassische Beispiel. Wenn Sie "Müller", "Mueller" oder "Möller" in einem System haben, sind das formal drei unterschiedliche Einträge, obwohl sie oft dieselbe Person bezeichnen. Die Kölner Phonetik erlaubt es, solche Varianten zu erkennen und in der Analyse zusammenzuführen – ohne die Originaldaten zu verändern.
Der entscheidende Punkt ist: Wir arbeiten nicht mit einem einmaligen Skript, sondern mit einer klar strukturierten Funktion. Die Kölner Phonetik wird in Power Query als wiederverwendbare Funktion implementiert, die auf beliebige Textspalten angewendet werden kann. Dabei folgen wir einem sechsstufigen Modell: von der Normalisierung über die Kodierung und Reduktion bis hin zur Anwendung und Analyse.
Hier geht es darum, Eingaben technisch vergleichbar zu machen. Groß- und Kleinschreibung, Umlaute oder Sonderzeichen werden vereinheitlicht. Aus "Müller" wird z. B. "MUELLER". Dieser Schritt ist die Grundlage für alles Weitere. Er sorgt dafür, dass spätere phonetische Regeln auf eine stabile Zeichenbasis treffen.
Beispielhafte Normalisierung:
Original Nach Normalisierung
Müller MUELLER
Möller MOELLER
Müller MUELLER
In Phase zwei wird jeder Buchstabe einem phonetischen Code zugeordnet. Vokale erhalten z. B. den Code "0", Konsonanten je nach Klang andere Ziffern. Wichtig ist: Die Regeln sind nicht willkürlich, sondern folgen einem festen, dokumentierten Schema. Auch der Kontext spielt eine Rolle – etwa bei Buchstaben wie "C", deren Aussprache sich je nach Umgebung verändert.
Kodierungsbeispiel:
Buchstabe Lautklasse Code
M, N Nasale 6
L Liquid 5
R Vibrant 7
S, Z Sibilanten 8
Weil nicht jede Information für die Analyse relevant ist. In Phase drei fassen wir doppelte Lautcodes zusammen und entfernen unnötige Vokale – außer am Wortanfang. Dadurch entsteht ein kompakter, stabiler Code, der trotzdem den Klang des Wortes abbildet.
Das passiert in Phase vier. Der Phonetik Code wird als neue Spalte in die Datentabelle eingefügt – zusätzlich zum Originalwert. Damit wird nichts überschrieben, sondern erweitert. So bleibt jederzeit nachvollziehbar, welcher Originaltext zu welchem Code gehört.
Beispielhafte Anwendung:
Originaltext Phonetikcode
Müller 657
Mueller 657
Moeller 657
Enorme Klarheit. In Phase fünf gruppieren wir z. B. nach dem Phonetikcode und erkennen so, welche Einträge zusammengehören. Schreibvarianten, die vorher wie unterschiedliche Fälle wirkten, werden analytisch zusammengeführt. Das stabilisiert Zählungen, häufige Begriffe werden sichtbar, Dubletten treten hervor.
In dieser letzten Phase geht es darum, die methodische Tragweite des gesamten Verfahrens zu reflektieren. Wir reflektieren, was diese phonetische Logik für die Datenanalyse bedeutet. Sie ist keine Technik zur Automatisierung, sondern eine explizite Interpretationsregel. Wir machen sichtbar, wie wir Daten verstehen wollen – und das ist methodisch sauberer als jede nachträgliche Bereinigung im Reporting.
Folgende Empfehlungen möchte ich mitgeben: Erstens sollten Revisionsteams die Möglichkeiten von Power Query gezielt nutzen, um Daten effizient aufzubereiten und nachvollziehbar zu transformieren. Zweitens lohnt es sich, die Kölner Phonetik als methodischen Ansatz zu verstehen und nicht nur als technischen Trick anzuwenden – sie schafft eine stabile Grundlage für fundierte Analysen. Die Kölner Phonetik zeigt exemplarisch, wie man komplexe Verfahren nachvollziehbar und wiederverwendbar macht. Wer damit arbeitet, gewinnt nicht nur technische Sicherheit, sondern auch methodische Klarheit.
Was ist die Kölner Phonetik und warum ist sie für die Revision relevant?
Die Kölner Phonetik ist ein phonetischer Algorithmus zur Vereinheitlichung von Schreibvarianten. Sie ist für die Revision relevant, weil sie dabei hilft, unterschiedlich geschriebene, aber gleich klingende Namen oder Begriffe vergleichbar zu machen.
Wie unterstützt Power Query die Datenanalyse in der Revision?
Power Query unterstützt die Datenanalyse in der Revision, indem es eine transparente, reproduzierbare Transformation von Rohdaten ermöglicht – einschließlich der Integration phonetischer Verfahren wie der Kölner Phonetik.
Welche Vorteile bringt die Anwendung der Kölner Phonetik in Power Query?
Die Anwendung der Kölner Phonetik in Power Query bringt den Vorteil, dass Dubletten und Varianten systematisch erkannt und analysiert werden können, ohne die Originaldaten zu verändern.
Wie funktioniert die phonetische Kodierung in der Kölner Phonetik?
Die phonetische Kodierung in der Kölner Phonetik funktioniert über die Zuordnung von Buchstaben zu Lautklassen, die durch Zahlen dargestellt werden – abhängig vom Klang und Kontext.
Warum ist die Normalisierung der erste Schritt bei der Umsetzung in Power Query?
Die Normalisierung ist der erste Schritt bei der Umsetzung in Power Query, weil sie Schreibvarianten auf eine technisch einheitliche Grundlage bringt und somit die Basis für eine zuverlässige phonetische Analyse schafft.
Welche Rolle spielt die Reduktion bei der Kölner Phonetik?
Die Reduktion spielt bei der Kölner Phonetik eine zentrale Rolle, weil sie irrelevante Wiederholungen und Vokale entfernt, um einen stabilen Vergleichswert für die Analyse zu erzeugen.
Wie wird die Kölner Phonetik in Power Query technisch eingebunden?
Die Kölner Phonetik wird in Power Query technisch als eigene Funktion eingebunden, die auf eine Textspalte angewendet wird und eine zusätzliche Spalte mit dem Phonetikcode erzeugt.
Kann die Kölner Phonetik Dubletten in Revisionsdaten erkennen?
Ja, die Kölner Phonetik kann Dubletten in Revisionsdaten erkennen, indem sie phonetisch ähnliche Einträge identifiziert und deren Analyse über einen gemeinsamen Code ermöglicht.
Was unterscheidet die Kölner Phonetik von einfachen Textvergleichen?
Was die Kölner Phonetik von einfachen Textvergleichen unterscheidet, ist ihr Fokus auf den Klang statt auf die Schreibweise – so werden auch unterschiedlich geschriebene, aber gleich ausgesprochene Begriffe erkannt.
Wie können Revisionsteams von der Kombination aus Power Query und Kölner Phonetik profitieren?
Revisionsteams können von der Kombination aus Power Query und Kölner Phonetik profitieren, indem sie ihre Datenanalyse effizienter, präziser und methodisch nachvollziehbarer gestalten.
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