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Was ist Innenrevision?

In der Revisionspraxis öffentlicher Verwaltungen ist oft von Innenrevision die Rede. Doch inwieweit gibt es Unterschiede zwischen Interner Revision und Innenrevision (kurz: IR)? Welche Themen und Risikolagen bestimmen die Prüfungspraxis des Innenrevisors in öffentlichen Institutionen?

Im öffentlichen Sektor findet die Interne Revision aufgrund der Forderung von Transparenz und Rechenschaftspflicht über die Verwendung von Steuergeldern immer mehr an Interesse. Sowohl beim Bund als auch bei den Ländern wurden deshalb vermehrt Revisionen eingerichtet, bisher jedoch nicht durchgängig

    Innenrevision Definition:

Die Interne Revision prüft die Arbeitsprozesse in Unternehmen auf deren Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit. So können Effizienzpotenziale erkannt und Risiken vermieden werden.

Die Revision folgt bestimmten Prinzipien:

Wirtschaftlichkeit: Aus Sicht der meisten Chefetagen sollte der Nutzen von Revisionstätigkeiten die Kosten der Revision nicht übersteigen.

Wesentlichkeit: Risikobehaftete Bereiche oder Prozesse sollen bevorzugt geprüft werden.

Sorgfalt: Vollständigkeit, Objektivität, Urteilsfähigkeit, Urteilsfreiheit.

(Weitere Informationen zur Internen Revision)

Der Begriff „Innenrevision“ bezieht sich auf die Überwachungseinrichtung in öffentlichen Institutionen, steht aber auch gleichzeitig für Prüfungen dieser Überwachungseinrichtung. Im Regelfall wird die Innenrevision von der Verwaltungsführung  eingesetzt. Oft ist die Innenrevision als Stabsstelle angegliedert. Ihre Tätigkeit ist unabhängig (keine Beeinträchtigungsumstände bei der Wahrnehmung der Aufgabenbewältigung) und objektiv (die Beurteilung prüferischer Sachverhalte soll sich keiner anderen Einflüsse unterordnen). Ihre Prüfergebnisse gehen an die Verwaltungsführung.

    Zu den Primärfunktionen der Innenrevision gehören:

  • Vertrauensfunktion: Absicherung für organisatorischen Entscheider, Prozesse laufen ordnungsgemäß und regeltreu (Rechtsnormen, ordnungsgemäße Buchführung)
  • Präventivfunktion: Vermeidung doloser Handlungen (Gefahr der Entdeckung)
  • Informationsfunktion: Unterstützung bei der Entscheidungsfindung der Verwaltungsleitung (Schaffung von Transparenz über Prozesse und Organisationseinheiten)

Aufgaben der Innenrevision

Die kritische Überprüfung von Verwaltungsprozessen und Organisationsstrukturen ist Kernaufgabe der Innenrevision. Die Überwachung des verwaltungsinternen Kontrollsystems ist ein weiterer wichtiger Prüfungsbereich. In den meisten Fällen prüft sie vergangenheitsorientiert, also nicht parallel zum zu prüfenden Vorgang. In jüngster Zeit verabschiedet sich die Innenrevision von ihrer Funktion der reinen Amtsinspektion, sondern sie wirkt immer mehr auch als Berater des Managements im öffentlichen Sektor.

Weitere Aufgaben der Innenrevision:

  • Schutz des Unternehmensvermögens vor Verlusten und Schäden aller Art
  • Überwachung der Beachtung von Gesetzen, interner Richtlinien und Anweisungen
  • Prüfung der formellen und materiellen Ordnungsmäßigkeit von Buchführung, Bilanzierung, Berichterstattung und Dokumentation
  • Durchführung von Rentabilitäts- und Wirtschaftlichkeitsprüfungen

Im Regelfall prüft die Innenrevision innerhalb eines Jahres nicht das ganze Unternehmen, sondern unter Abdeckung eines Prüfzyklus im mehrjährigen Rhythmus alle Bereiche.

Zu den konkreten Aufgaben des Innenrevisors gehören folgende Tätigkeiten:

  • Planung, Vorbereitung und Durchführung interner Revisionen
  • Dokumentation der Ergebnisse
  • Erstellen von Revisionsberichten
  • Aussprechen von Handlungsempfehlungen oder Optimierungsvorschläge an das Management
  • Entwicklung verbesserter Prüfmethoden

Die fünf Prüfungsphasen der Innenrevision

  1. Prüfungsplanung
  2. Vorerhebung
  3. Sammlung und Auswertung von Informationen (Prüfung im engeren Sinn)
  4. Berichterstellung und Berichtsabstimmung
  5. Nachschau
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